Brasilien

Klima

Im Süden warme Sommer und kühle Winter, in den mittleren und nördlichen Landesteilen ganzjährig angenehme bis heiße Temperaturen. Insbesondere im Amazonastiefland ist es ganzjährig heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die durchschnittliche Monatstemperatur in Rio de Janeiro beträgt 20 °C im Juli und 26 °C im Februar. Die Regenzeit ist im Norden von Januar bis April, im Nordosten von April bis Juni und in Rio/São Paulo von November bis März.

Reisezeiten

Süden: September bis April: Nordosten: September bis Februar; Amazonasbecken: Juli bis Oktober

Einreisebestimmungen

Keine offiziellen gesetzlichen Bestimmungen. Eine Gelbfieberimpfung wird aber bei Reisen in die Risikogebieten empfohlen.

Aktuelle Meldungen

Es liegen derzeit keine Meldungen vor

Impfempfehlungen

Für alle Reisenden:
Tetanus
Diphtherie
Hepatitis A
Tollwut

Für Reisende, die besonderen Risiken ausgesetzt sind:
Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
Tollwut unerlässlich für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten
Masern für alle Kinder
Gelbfieber in den Bundesstaaten Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goias, Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Para, Rondonia, Roraima und Tocantins, sowie in Teilen von Bahia, Parana, Piaui, Rio Grande do Sul und Santa Catarina. Auch für die Besucher der Iguazu-Wasserfälle wird eine Gelbfieber-Impfung empfohlen.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko ohne Impfmöglichkeit besteht u.a. regional für:
Darminfektionen, Denguefieber, Zika-Virus, Leishmaniase, Bilharziose, Chagas-Krankheit

Malaria

Brasilien ist ein Malarialand. Für Reisende besteht ein hohes regionales Infektionsrisiko. a) Ganzjähriges hohes Risiko in bewaldeten Amazonas-Gebieten folgender Staaten: Acre, Amapá, Amazonas, im Westen von Maranhao, im Norden von Mato Grosso, Para (ausser der Hauptstadt Belem), Rondonia, Roraima und im Westen von Tocantins. Das Risiko variiert sehr stark von Region zu Region, wobei es in dschungel- und älteren landwirtschaftlichen Gebieten am höchsten ist. Anteil von Plasmodium falciparum, dem Erreger der gefährlichen Malaria tropica, > 20%.
b) In den übrigen Gebieten und den Städten besteht ein geringeres Risiko; Anteil von Plasmodium falciparum < 20%.
c) Malariafrei: Ostküste inkl. Fortaleza, Iguazu und die meisten Städte (außer im Amazonasbecken). a) In den aufgeführten Risikogebieten (a) wird die vorbeugende Einnahme von Atovaquon/Proguanil (Malarone®) oder als preiswerte Alternative Mefloquin (z.B. Lariam®) empfohlen.
Alternativ kommt Doxycyclin in Frage. Es wird von der WHO als Alternative empfohlen und weltweit seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Doxycyclin ist in Deutschland als Malariaprophylaxe nicht zugelassen.
b) In den aufgeführten Risikogebieten (b) wird während der Risikozeit nur die Mitnahme von Atovaquon/Proguanil (Malarone®) oder Artemer/Lumefantrin (Riamet®) als Notfallmedikament empfohlen.
c) In den aufgeführten Gebieten (c) ist die vorbeugende Einnahme von Malariamedikamenten oder die Mitnahme eines Notfallmedikamentes (Stand-By-Therapie) zur Zeit nicht erforderlich.

Eine Expositionsprophylaxe (z.B. Moskitonetz und Hautschutz) sollte in gefährdeten Gebieten immer durchgeführt werden.

Vertretungen

Brasilia

Botschaft
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Avenida des Nações, Lote 25, Quadra 807, 70415-900 Brasilia DF
Tel.: 0055 61 - 34 42 70 00
Fax: 0055 61 - 4 43 75 08
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